Reflexintegration für Kinder und Jugendlichen

Ein hoch effizientes Unterstützungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit:

AD(H)S, LRS, Dyskalkulie

RIT® ist ein hoch effizientes Unterstützungsprogramm u.a. bei:

Schul- und Lernproblemen wie: Unruhe und Unkonzentrietheit

  Fehlende Impulkontrolle

  Lese und Rechtschreibschwäche

 

Motorische Problematiken wie : Schlechte Körperkoordination

                                               Ungeschicklichkeit

                                               Gleichgewichtsstörungen

                                               Unkoordinierte Fein- und Grobmotorik

 

Hat Ihr Kind Angst vor der Schule? (Bauchschmerzen, Übelkeit)

Ermüdet Ihr Kind sehr schnell beim Schreiben?

Lässt Ihr Kind beim Lesen oft Buchstaben oder Wörter aus?

Flüchtet Ihr Kind gerne in eine Fantasiewelt?

Hat ihr Kind Gleichgewichtsprobleme?

 

Dieses sind nur einige Fragen, die erklären könnten warum dieses so ist.

Immer mehr Kinder fallen in Kindergartenn und Schule durch motorische Unruhe, Konzentrationsmangel, Sprachschwierigkeiten und Lern- und Verhaltensprobleme auf, obwohl ihre Intelligenz gut oder sehr gut ausgeprägt ist. Häufig sind die Ursachen dafür frühkindliche Restreflexe, die nicht in das Gehirn integriert worden sind.

 

Frühkindliche Reflexe und der Zusammenhang zu Schul- und Verhaltensproblemen 

 

Bereits im Mutterleib und im ersten Lebensjahr bewegt sich das Kind nach automatisch vorgegebenen Mustern, die vom Stammhirn gesteuert werden. Das sind Ur- bzw. frühkindliche Reflexe, mit der Aufgabe Gehirnareale zu verknüpfen, Nervenbahnen zu festigen und Muskelspannung aufzubauen, damit sich die Fein- und Grobmotorik gut entwickeln kann.

Im Laufe der ersten 3 Lebensjahre werden diese automatischen Bewegungen „gehemmt“ und das Kind kann sich mehr und mehr willentlich gezielt bewegen, bis hin zum aufrechten Gang. Bleiben jedoch Restmuster der sogenannten persistierenden Reflexe aktiv, kann sich das in Schul- und Verhaltensproblemen zeigen.

Wenn frühkindliche Reflexbewegungen noch ganz oder teilweise aktiv sind, können sie jederzeit ausgelöst werden und verursachen unwillkürliche Muskelreaktion bei den Kindern. Dies ist ein Zeichen neuronaler Unreife, also fehlender Nervenverknüpfungen im Gehirn.

 

Spätestens nach der Einschulung fallen diese, für das Kind unkontrollierbaren, motorischen Verhaltensweisen auf und werden meist mit der Diagnose ADHS/ADS  und/oder Legasthenie/Dyskalkulie belegt.

 

Die gute Nachricht: Die Reifung des zentralen Nervensystems kann nachgeholt werden.

Erfahrungen zeigen, dass die oben aufgeführten Symptome durch die ReflexIntegrationsTechniken meist vollständig zurückgehen

 

Der Ablauf -Reflexintegration

 

Nach der Testung der persistierenden Reflexe erfolgt die Integration in meiner Praxis im ca. 4 wöchentlichen Abstand. Das Kind erhält außerdem ein jeweils auf den entsprechenden Reflex zugeschnittenes Übungsprogramm für zuhause. Der effiziente und dauerhafte Erfolg ist massgeblich mit abhängig von Kontinuität (tgl. ca. 5-10 Minuten) und der Qualität der Durchführung dieser Übungen.

 

 

Um festzustellen, ob Ihr Kind noch frühkindliche Reflexe aufweist, laden Sie sich bitte den Eltern-Fragebogen herunter und beantworten Sie die Fragen.

 

Dieses Training dauert zwischen 6 und 12 Monate, wobei alle 4 Wochen getestet wird ob der gewünschte Reflex integriert wurde und die Übungen ausreichend zuhause praktiziert wurden. Ist dieses der Fall, werden neue Übungen für zuhause mitgegeben.

 

Ein Beispiel:

Bei Kindern mit der Diagnose ADHS sind immer frühkindliche Reflexe erhalten geblieben, die folgende Merkmale beeinträchtigen: Haltung, Muskeltonus, die Fähigkeit still zu sitzen und die Fähigkeit unwichtige Eindrücke herauszufiltern.

Die Zusammenarbeit zwischen der Rückseite und der Vorderseite des Körpers hängt davon ab, dass wir uns aufrichten und den Rücken strecken können. Damit sich diese Fähigkeit ausbilden kann, muss das Baby lernen, in Bauchlage Kopf und Brust zu heben, den Rücken zu strecken, in den Vierfüßlerstand zu kommen, sich schließlich aufzustellen und zu laufen. Bestimmte primitive Reflexe sind für diese Entwicklung und für den passenden Muskeltonus der Streckmuskeln des Körpers, grundlegend wichtig. Dazu gehören unter anderem der Tonische Labyrinthreflex (TLR) , der Landau Reflex und der Symetrische Tonische Nackenreflex (STNR).

Um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Einige Beispiel - Reflexe 

Moro-Reflex

 

Durch den Moro-Reflex wird die Kampf- oder Fluchtreaktion ausgelöst. Um mit der Stresssituation fertig zu werden, wird Adrenalin ausgeschüttet. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel. Das Kind fühlt sich zwar momentan wohler, jedoch werden die Blutzuckerreserven schneller aufgebraucht, so dass das Kind durch Stimmungsschwankungen auffällt, müde und gereizt ist und seine Konzentration nachlässt.

 

Moro-Betroffene fallen durch gesteigerte, teils übertriebene Ängstlichkeit auf. Sie haben Probleme in der Kontaktaufnahme und sind nur schwer in der Lage, Zuneigung zu zeigen bzw. anzunehmen. Sie brauchen die ständige Kontrolle und Gefahren müssen rechtzeitig erkannt werden. Deshalb erweitern sich die Pupillen, um maximale Klarheit für die Fernsicht zu erhalten. Dies bringt Schwierigkeiten beim Lesen und Abschreiben von der Tafel mit sich, da sich die Brennweite mühevoll reduzieren muss, um eine scharfe Nahsicht zu erhalten. Die Genauigkeit und Geschwindigkeit sind beeinträchtigt. Erweiterte Pupillen führen zu einer Überempfindlichkeit in Bezug auf Helligkeit. Das weiße Papier, und auch Sonnenlicht können blenden und das fimmernde, fluoreszierende Licht ist Quelle intensiver Erschöpfung und Verwirrung.

 

 

Tonischer Labyrinthreflex (TLR)

 

Der TLR nimmt Einfluss auf die Verteilung der Muskelspannung im Körper, auf den so genannten Muskeltonus und damit auf die Balance zwischen Streck- und Beugemuskulatur. So lernen die Nervensensoren in den Muskeln, Sehnen und Gelenken auf Veränderungen der Kopfhaltung zu reagieren. Wird der Tonische Labyrinthreflex nicht zeitig unterdrückt (spätestens um den 3. Lebensmonat), so wird der Körper nie ganz frei sein von der Spannung, die der Reflex bewirkt und die Kopfstellreflexe können sich nicht angemessen entwickeln. Sind diese hochspezialisierten Kontrollen nicht gewährleistet, so ist das Gleichgewichtsgefühl des Kindes beeinträchtigt und sein  visuelles Feld ist instabil. Aufgrund seiner Gleichgewichtsprobleme muss das Kind immer ein gewisses Maß an bewusster Aufmerksamkeit aufbringen, um durch Kompensation seine Stabilität erhalten zu können.

 

Dies stellt Anforderungen an höhere informationsverarbeitende Gehirnregionen. Dadurch steht weniger Kapazität für die Bewältigung intellektueller Aufgaben zur Verfügung, so dass die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen darunter leiden können. Kinder sind wohl aufgrund dessen nicht in der Lage, Fakten und Geschehnisse in eine Ordnung bzw. logische Reihenfolge zu bringen. Dies bildet aber wiederum die Grundlage unseres Erinnerungsvermögens. Diese Kinder wirken häufig unorganisiert und vergesslich. Aufgrund ihrer Problematik verpassen die Kinder viele Informationen und sind dadurch in der Begriffsbildung verlangsamt, wodurch ihre Fähigkeit zum abstrakten Argumentieren eher eingeschränkt ist.

 

Symmetrischer Tonischer Nackenreflex (STNR)

 

Der STNR, der zu den Übergangsreflexen gezählt wird, entsteht zwischen dem 6. Und 9. Lebensmonat. Er übernimmt folgende Aufgaben:

 

  • Den TLR zu hemmen, da sich nun bei der Kopfstreckung die Beine beugen und bei der Kopfbeugung die Beine strecken.
  • Dem Säugling dabei behilflich zu sein, mit der Schwerkraft zurecht zu kommen, wenn er aus der Bauchlage in die Krabbelstellung kommen will.
  • Die Akkommodationsfähigkeit der Augen des Säuglings zu trainieren. Denn, wenn das Kind seinen Kopf hebt, strecken sich seine Arme und es geht automatisch in den Fersensitz. Auf seinen Armen gestützt, kann das Kleinkind in Ruhe in die Ferne schauen. Sobald es den Kopf senkt, beugen sich die Arme und seine Beine heben sich eventuell vom Boden ab. Auf diese Weise fokussiert das Kind automatisch auf die Nähe. Durch diesen Prozess wird die Nah-/Fern- bzw. Fern-/Naheinstellung geübt und damit die Augen-/Handkoordination trainiert.
    Persistiert der STNR, so ist dieser sehr gut an der Haltung des Kindes beim Schreiben zu beobachten, denn das Kind sinkt mit seinem Oberkörper ganz auf die Tischplatte, es sei denn, eine Hand stützt den Kopf. Vielleicht liegt es sogar auf einem Arm, wodurch ein Auge und ein Ohr zugedeckt sind. Dadurch verliert es den Vorteil beidäugigen Sehens und wird müde und unaufmerksam. Zudem befindet sich die noch entwickelnde Wirbelsäule und Muskulatur in einer verrenkten und ermüdenden Haltung. Betroffene Kinder hocken gerne auf einem oder beiden Füssen bzw. winden die Beine um die Stuhl- und Tischbeine, um mit der Muskelspannung fertig zu werden. Auf dem Boden sitzen sie gerne in der W-Stellung.

 

Asymmetrischer Tonischer Nackenreflex (ATNR)

 

Der ATNR hat mehrere wichtige Funktionen während der ersten sechs Lebensmonate zu erfüllen:

 

  • Die Ermöglichung der freien Luftzufuhr, wenn der Säugling auf dem Bauch liegt.
  • Die Verstärkung der Muskelstreckung, wobei Einseitigkeit vermieden werden sollte, da es sich sonst nachteilig auf das kontralaterale Kriechmuster auswirken könnte.
  • Das Trainieren der Auge-/Handkoordination, denn mit der visuellen Fixierung auf einen Gegenstand wird sichergestellt, dass sich der richtige Arm dem Gegenstand entgegenstreckt. Auf diese Art und Weise kann sich die Entfernungswahrnehmung herausbilden nämlich von 12 – 17 cm bei der Geburt auf Armeslänge und schließlich auf weitere Entfernungen.
    Ein persistierender ATNR wirkt sich am deutlichsten in der anstrengenden Haltung aus, die das Kind beim Schreiben einnehmen muss. Dreht das Kind den Kopf um seine schreibende Hand zu folgen, veranlasst der Reflex die Muskeln des Armes, der Hand und der Finger, sich automatisch zu strecken. Für das Kind ist es extrem anstrengend, seinen Arm im korrekten Winkel zu halten, seine Finger locker um den Stift gebogen zu halten und gleichzeitig auf das zu achten, was es schreibt. Aufgrund der starken Anstrengung, die zur Unterdrückung des ATNR aufgebracht werden muss, sind unweigerlich die geistigen Prozesse gestört, weil gleichzeitiges Schreiben, Zuhören und Verstehen kaum zu bewerkstelligen sind.
    Diese Kinder zeigen im mündlichen Unterricht deutlich mehr Geschick und Begabung. Im Wiedergeben schriftlicher Leistungen versagen sie häufig, ihre Rechtschreibung und Kreativität im freien Schreiben leiden. Schreibarbeiten sind ihnen verhasst. Aufsätze fallen zwangsläufig kürzer aus.

 Amphibien Reflex